Drehbericht:
Bukovsky und Ratzinger - "Mobbing" Nachdem wir sehr viel Spaß beim
Dreh des ersten Bukovsky und Ratzinger Shortcuts Frauen hatten, stand
für uns fest, dass wir so schnell wie möglich einen weiteren Kurzfilm
dieser Serie nachlegen wollten. Am Freitag, den 5. September 2003
treffen wir uns auf dem Gelände der Firma Linnenbrügger in Oberhausen,
die uns freundlicherweise erlaubt haben, in ihrer Montagehalle zu
drehen. Anwesend sind heute Bianca, Susanne, Heike, Henning, Uwe und
meine Wenigkeit.
In ihrem neuen Abenteuer sollen Bukovsky und Ratzinger es mit ihren
weiblichen Gegenstücken
Agent
147 und 148 zu tun bekommen. Klar, dass die beiden Herren mit den
konträren Weltbildern dabei keine all zu gute Figur abgeben.
Die Kürze des Drehbuches lässt zu, dass wir fast in chronologischer
Reihenfolge drehen. Zunächst stehen einige Außenaufnahmen auf dem
Firmenhof an, die sich aufgrund der Tageszeit tückisch gestalten.
Da wir uns erst um 18.30 Uhr getroffen haben, kann man fast im Zeitraffer
verfolgen, wie es dunkel wird.
Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich durch die Anzahl der Akteure vor
der Kamera. Gerade die Takes, in denen alle vier Darsteller gleichzeitig
auftreten und auch Text haben, müssen öfter wiederholt werden. Außerdem
ändern sich ständig die Einstellungen, während sich der letzte Kurzfilm
"Frauen "auf einige wenige Kameraperspektiven reduzierte.
Schnell wird klar, dass wir für "Mobbing", der etwa genauso lang ist
wie "Frauen", deutlich mehr Zeit brauchen werden.
Bei den Innenaufnahmen
haben wir vor allem mit dem Licht zu kämpfen. Da die Neonröhren an
der
Decke
nicht ausreichen, um die Szene auszuleuchten, benutzen wir zusätzlich
zwei große Scheinwerfer. Die erzeugen aber starke Reflektionen und
überdeutliche Schlagschatten, so dass wir für jeden neuen Take einige
Minuten brauchen, um die Beleuchtung richtig einzurichten. Hinzu kommen
die üblichen Detailprobleme, wenn es darum geht, den realen Schauplatz
mit dem Handlungsort des Drehbuches in Einklang zu bringen.
Da kann es schon mal sein, dass 15 Minuten vergehen, bis eine Kaffeemaschine
ins rechte Licht gerückt ist. Oder man grübelt darüber nach, wie man
seine Darsteller eine Tür öffnen lässt, ohne dass das völlig unpassende
Schild darauf zu lesen ist. Dafür müssen wir uns aber nicht mit Störgeräuschen
herumplagen, vor denen man bei Innenaufnahmen meistens verschont bleibt.
Außerdem ist die Montagehalle mit ihren Maschinen und den herumstehenden
Fahrzeugen eine wirklich interessante Kulisse. Noch einmal ein herzliches
Dankeschön für diese Möglichkeit an die Firma Linnenbrügger.
Der Spaßfaktor ist trotz aller technischen Probleme groß an diesem
Freitag und die meisten Szenen gehen uns sehr leicht von der Hand.
Zu leicht, wie sich später herausstellt. Die erste Begutachtung
zeigt,
dass einige der Außenszenen, wie schon zu befürchten war, zu dunkel
geworden sind. Außerdem gibt es Tonprobleme und bei den Innenaufnahmen
stimmen einige Takes nicht mit den Vorgaben des Drehbuchs überein.
Da wir alle ein ziemlich gutes Gefühl nach diesem Freitag haben, ist
das eine herbe Enttäuschung. Ein Nachdreh der Außenszenen ist unumgänglich.
Doch damit bieten sich uns neue Möglichkeiten, die wir nutzen werden.
Uwe und ich haben dazu bereits einige Ideen. Man darf also gespannt
sein.
Hier
noch einige Eindrücke vom Dreh: