"Stigmata "

USA 199

Regie:........

D:Patricia Arquette, Gabriel Byrne

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Frankie Paige ist Friseuse, ein Nachtmensch, der sich in Clubs herumtreibt und so rein gar nichts mit Religion am Hut hat. Als ihr ihre Mutter jedoch einen, in Südamerika vom windigen Straßenhändler erworbenen, Rosenkranz zuschickt, beginnt sich Frankies Lebens dramatisch zu verändern. Sie leidet unter intensiven Visionen, schreibt Texte in aramäischer Sprache, deren Sinn sie selbst nicht begreift und ihr Körper weist die Wundmale Christi auf.

Andrew Kiernan (Gabriel Byrne), Spezialist für die Entlarvung von sogenannten Wundern im Dienste des Vatikans, wird beauftragt den Fall der jungen Frau näher zu untersuchen. Und schon sehr bald stellt er fest, daß die bekennende Atheistin tatsächlich zum Spielball einer übermenschlichen Kraft geworden ist.

1999 brachte uns ja nun einiges an mythologisch und religiös überfrachteten Filmen. Symptome, wahrscheinlich, unbewußter Ängste, die den Jahrtausendwechsel betreffen. (in diesem Jahr habe ich noch nichts dieser Art gesehen, oder täusche ich mich da?) Über die Mythomania des letzten Jahrs schrieb ich aber schon, brachte sie uns doch einige interessante Filme, deren Highlight vermutlich „Sixth Sense“ und das Lowlight „End of Days“ waren.

Auch „Stigmata“ ist diesem religiös-mthylogischen Untergenre zuzuordnen, und er bietet dazu auch gleich noch Gabriel Byrne auf, den wir ja schon aus „End of Days“ kennen, wo er quasi den Chef der Vatikankonkurrenz, den Teufel nämlich, spielte – und damit dem Film ein bißchen Klasse verlieh. Auch in Stigmata finde ich ihn, genauso wie Patricia Arquette, recht überzeugend. Der Film selbst ist sehr stark im Videoclip-Stil inszeniert, was ich als durchaus anregend empfinde. Das ganze ist sehr schnell geschnitten, sehr bunt und dynamisch, finster untermalt von „Björk“, „Massive Attack“ und einem recht gelungenen Soundtrack. Ein langgezogenes MTV-Video eben.

Die Story selbst ist rund und in sich geschlossen. Thematisch werden hier die Schriftrollen vom Toten Meer, sowie ein Jesus-Evangelium verarbeitet, die Anlaß dafür bieten den Vatikan – mal wieder – also so eine Art katholischen KGB zu präsentieren. Eine Thematik, die in den letzten Jahren ungemein populär zu sein scheint. Ich denke da an Romane wie „Assassini“, oder „Der Schatten des Herrn“.

Die Schlußpointe läßt den Knalleffekt, auf den die Story zuzusteuern scheint, dann doch vermissen - aber immerhin gibt’s keinen Abklatsch vom Exorzisten, wie man vielleicht befürchten mag.

Ich selbst fand Stigmata sehr spannend, doch die Geschmäcker sind verschieden, beschwerte sich ein Freund von mir doch darüber, wie langweilig der Film sei...

Und trotzdem: Stigmata ist ein absolut sehenswerter Film, den ich für eine echten Videotip halte.

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