"Der dreizehnte Krieger"

USA 1999

Regie:John McTiernan

D:Antonio Banderas, Omar Sharif

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Eine Zeitlang waren sie eine Plage. Die Michael Crichton Verfilmungen. Immerhin liefert der amerikanische Mediziner nun schon seit dreissig Jahren Drehbuchvorlagen, b.z.w. fertige Drehbücher. Daß er die Kunst beherrscht gute Romane zu schreiben, die noch dazu eine große Informationsmenge enthalten, kann wohl niemand in Abrede stellen. Zuletzt bemühte die Geldmaschine Hollywood sich aber ein bißchen zu sehr Crichtons Bücher auszuwringen, um noch den letzten Pfennig herauszupressen. Heraus kamen solche Schinken wie "Sphere" oder "Lost World". Das war zwar alles recht unterhaltsam, aber zu offensichtlich doch der Versuch der Geldmacherei – und kaum noch spannend.

"Der dreizehnte Krieger" entstammt, obwohl zur Zeit der Wikinger spielend, auch einer Michael Crichton- Vorlage. Ein Roman, der hier für lange Zeit unter dem Titel "Die ihre Toten essen" erhältlich war. Der Name ist übrigens Programm.

Ein Winkingerdorf im hohen Norden – wo auch sonst – wird terrorisiert von einer Horde Menschen fressender Ungeheuer. Reiner Zufall ist es, daß der in diplomatischer Mission reisende Antonio Banderas durch eine Seherin aufgefordert wird, als dreizehnter Krieger an der Rettungsmission für das Dorf teilzunehmen.

Regisseur John McTiernan ist den Actionfreunden wohlbekannt durch "Stirb Langsam" und den "Predator". Nimmt er eine Kamera in die Hand, dann heißt es: Hier raucht es gleich. So auch in der dreizehnte Krieger.

Es ist ein wirklich gut gemachter Abenteuerfilm. Nicht wirklich originell, aber mit durchaus unerwarteten Wendungen. Ein Fitzelchen Völkerverständigung ist auch im Spiel. Für die Wikinger ist Antonio Banderas nicht viel mehr als ein dunkelhäutiger Kameltreiber, die er seinerseits für Primitive hält. Doch schon bald erwächst gegenseitiger Respekt.

Die Wikinger werden uns hier im Gegensatz zum klassischen Bild nicht als komplette, langhaarige Vollidioten vorgestellt. Nichts desto trotz stimmt natürlich auch hier das Klischee vom wilden Krieger. Aber wir sind ja nicht ins Kino gegangen um verfilmte Weltliteratur zu sehen, sondern einen unterhaltsamen Film . Und das ist der dreizehnte Krieger allemal – vor allem wenn man auf nette kleine Schwertschwingereien steht. Also Schwert raus und Rübe runter.

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