"Bats"

USA 1999

Regie:Louis Morneau

D:Lou Diamond Phillips,Dina Mayer.........

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Anwohner von Wüstengebieten sind vertraut mit dem Problem: blutgierige Mutationen. Würmer, Spinnen, Ameisen.............es gibt so gut wie keine Lebensform, die in Wüsten und Drehbüchern, oder besser gesagt wüsten Drehbüchern nicht schon irgendwann mal in stark vergrößerter Form oder Überzahl aufgetreten wäre. Wenn's dann mal passiert, das weiß der filmkundige, ist dann auch der durchschnittliche Kammerjäger schwer überfordert. Siehe "Formicula", "Tarantula", "Raketenwürmer", "Phase IV" u.s.w...............

In einem kleinen amerikanischen Kaff mitten in der Wüste werden die Leichen zweier Teenager gefunden. (Im sittsamen Amerika sind es übrigens meistens Liebespaare, die den Monstren zuerst zum Opfer fallen. Vielleicht ja eine unterschwellig Botschaft, die da meint: "Leute, kein Sex vor der Ehe.") Sheriff Lou Diamond Phillips ("Young Guns", "Renegades", "Supernova" (siehe Verriß) ) ahnt, daß da was im Busch ist und zieht Zoologen hinzu. Die finden für meinen Geschmack etwas zu schnell heraus, wo die Fledermaus hängt. In der Tat sind unsere fleißigen Teenies nämlich beißwütigen Flattermännern zum Opfer gefallen. Wie? Fledermäuse? Die sind doch harmlos!! Eben nicht, lieber Hobbyzoologe - und das kommt so: Ein, mal wieder vollkommen durchgeknallter, Wissenschaftler - heute sind sie eigentlich nicht mehr durchgeknallt, man sollte eher sagen ein vollkommen karrieregeiler Wissenschaftler - hat es nämlich vollbracht: Ein Virus, das nur Fledermäuse infiziert und die in intelligente, rasende Bestien verwandelt. Toll, nich? Daß das ganze einen irgendwie militärischen Sinn hat, können wir uns wohl denken, aber daß tatsächlich jemand gerade das für einen grandiosen Einfall hält, ist eher zweifelhaft.

Aber passiert ist passiert und schon bald verwandelt sich "unsere kleine Farm".........äh "unsere kleine Stadt" in ein Schlachtfeld. Na ja, daß man mit nem Computer ein paar schöne Animationen von Fledermaus-Schwärmen hinkriegt ist ja nun so neu auch nicht mehr. Aus der Nähe sehen die Biester dafür recht armselig aus und man fühlt sich unversehens in einer etwas blutigeren Version der Muppets-Show. Muß Gummi denn auf den ersten Blick wie Gummi aussehen? Ich meine, heute gibt's doch schon Filmtricks, oder? Überhaupt haben die "Feldermäuse" für mich starke Ähnlichkeit mit Leslie Nielsen in Mel Brooks Dracula.

Nun ja, die Story möchte rasant sein und rettet sich in schnelle Schnitte, nur leider wird hier jede Chance vertan, daß ganze spannend oder gar unheimlich zu machen, bringen uns die Minimonster doch eher zum Lachen. Es folgt der obligatorische Showdown im Fledermausbau, der zwar ganz gut gemacht ist, vor allem was den Set angeht, aber da ist es auch schon zu spät, um das Ding noch zu retten.

Na ja, wenn mal wieder ein Video- Abend ansteht, dann darf "Bats" schon in die engere Wahl kommen, aber wenn es denn schon Monster sein sollen, dann verweise ich lieber auf die echten Klassiker. Mein Favorit dabei ganz eindeutig "Phase IV". Aber auch die alten "Atominsektenfilme", wie "Formicula" und "Tarantula" sind trotz unterentwickelter Tricks viel spannender, als "Bats" es sein kann.

Schade.

 

 

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