"Der achte Tag"

David Ambrose

Bastei Lübbe

14,90 DM

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Computerexpertin Tessa Lambert ist es gelungen: Die Programmierung einer künstlichen Intelligenz. Dumm nur, daß die aus dem abgeschlossenen Computer des Instituts befreit wird – durch einen Serienkiller, wie der Zufall es will – und sich ins Internet „kopiert“. Das ist alles nicht allzu hochtechnisch beschrieben, um auch die Nichtcomputerspezialisten bei der Stange zu halten. Wie nun reagiert eine überlegene künstliche Intelligenz auf ihre plötzliche Freiheit? Natürlich indem sie die Kontrolle über ihre Umgebung zu erlangen versucht. Kontrolle, die in diesem Fall die Macht über die Datennetze der Welt bedeuten würde. Einziges Hindernis auf dem Weg zur Softwaregottheit: Nein, nicht Bill Gates, sondern Tessa Lambert.

So arrangiert die KI zunächst kurzerhand einen Flugzeugabsturz, dem Tessa Lambert lediglich durch Zufall entkommt. Doch der elektronische Dämon ist durchaus kreativ, wenn es darum geht, Menschen in die ewigen Jagdgründe zu schicken und so nimmt das gestaltlose etwas, das auf den Datenhighways der Welt lauert, einen amerikanischen Serienkiller unter seine Fittiche – natürlich nicht uneigennützig.

Tötet der Killer Tessa Lambert, wird ihn die KI vor der Polizei schützen, die ihm mittlerweile auf die Spur gekommen ist.

Die Geschichte von David Ambroses Thriller „Der achte Tag“ ist zweifellos originell. Durch das Zusammenspiel zwischen Killer und KI gelingt es Ambrose dem alten Aufhänger Mensch gegen überlegene Computerintelligenz eine recht interessante neue Seite abzugewinnen. Trotzdem ist es nicht mehr als die Variation eines alten Themas. Kurz vor Schluß vermag der Autor jedoch mit einer gelungenen Finte für der Leser aufzuwarten. Mehr will ich hier jedoch nicht darüber verraten. Natürlich ist das ganze sehr routiniert geschrieben. Etwas ungewöhnlich fand ich die Perspektivenwechsel innerhalb der Szenen, jedoch nicht störend. Das ganze fängt ein wenig zu behäbig an nach meinem Geschmack, einige der Diskussionen über künstliche Intelligenz erweckten bei mir den Anschein allein dem Volumen förderlich sein zu wollen.

Wirklich in Fahrt kommt die Geschichte erst auf den letzten hundertfünfzig Seiten. Gut gefallen hat mir die Schlussszene, die der Geschichte eine bissige kleine Pointe aufsetzt. „Der achte Tag“ ist ein spannender „Computer-Krimi“ mit einem gehörigen Schuß Science Fiction. Wir dürfen auf weitere Werke des Autors gespannt sein

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